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"Hier kann man sich ja bloß erholen..."
diesen anfänglichen Stoßseufzer eines letztjährigen Gastes
(Ehefrau und Mutter und schwäbisch- wegen dem (!)"bloß")
nehme ich gern zum Motto für diese offene Einladung an
Sie,
meine lieben Feriengäste in spe:
"Bloß erholen!"
Richtig! Den Auto-Anreisenden, den womöglich die imposante Bergwelt der Kärtner Alpen, die
Eisriesenwelt, die
Adelsberger Grotten - einem der Drehorte von Winnetou II, das Lippizanergestüt, ja selbst die Plitwitzer Seen
nicht zum Verweilen geführt haben, den stimmt endlich das gemächliche Einborden und die kurze (20 Min) Fährzeit
DRVENIK-SUCURAJ auf das
ein, was ihn keine 10 Min nach Verlassen der Fähre erwartet:
keine Hektik, kein Autolärm,keine Parkplatzsuche! Er biegt nach
wenigen Metern von der Fährstrasse zum Meer ab auf eine reine
Anliegerstrasse, durchquert sorgsam Oliven- und Weinplantagen und ist
nach wenigen Minuten schon "zu Haus", umringt von Feigen,
Limonen, Myrten, Mandarinen, Palmen, Oliven, Johannisbrotbaum, Rosen,
Oleander, Bougainville..Während anderswo noch um einen Parkplatz
gekämpft wird, ist der Nachwuchs bereits die wenigen Meter zum
Meer hinabgerannt: Tor zu, auspacken; und dann nur noch: Sonne,
warmes, klares, intensivblaues Meer: endlich Ferien!
"Bloß" erholen?
Um es vorweg zu nehmen: Mann und Kinder hat das Tauchen am klaren
Kiesstrand so gut gefallen, dass (sie sich schon auf ihren nächsten
Urlaub hier freuen) Mutti endlich einmal Muße fand, im Schatten
des Johannisbrotbaums ein Buch zu lesen, die Seele angesichts der
glitzernden Wellen des Meeres baumeln zu lassen, um doch allzeit
ansprechbar zu bleiben für ihren 4-Jährigen, der ihr
jeweils seine neuesten Entdeckungen gefahrlos über die wenigen
Meter zum Haus apportierte. Im übrigen ließ sie sich in
eine der 7 Restaurants/Konobas, die für ihre ausgezeichnete
Küche wirklich zu rühmen sind ( frischer kann Fisch gar
nicht sein!) rund um das Hafenbecken entführen: die 10 Min
Fußweg dahin am Wasser entlang mit dem herrlichen Blick auf das
Festland mit dem hochaufragenden Biokovo-Massiv und das
gegenüberliegende Ufer der Halbinsel Peljesac sind bei Tag und
Nacht eine Augenweide (NB: es ist der Blick, der sich oben auf
dieser Seite als das "Willkommens"-Foto präsentiert).
Die "Männer" ihrerseits waren dem warmen klaren
Adriawasser verfallen, tauchten, surften, suchten Muscheln, fingen
Krebse, freundeten sich mit einem Fischer an, durften ihn nachts auf
sein Boot begleiten, wonach sie als Krönung ihren ersten
selbstgefangenen Fisch stolz ihrer Mutter präsentieren
konnten. Die war nun erstmal gefordert, kam aber bei der
reichlich ausgestatteten Küche nicht in Not, zumal es nun wieder
Sache der "Männer" war, den Außen-Grill
anzuheizen: Langeweile? Nicht die Bohne!
"Bloß"?
Man muß einige Tage innehalten, um das eigentliche Geheimnis
dieser großartigen Insel in sich aufzunehmen. Dass der
"Traveller" oder andere Reisegazetten die Insel unter die
10 schönsten Reiseziele der Welt zählt, ist
nachempfindbar - aber subjektiv. Auf dieses "Empfinden"
wird man zwar schon bei der ersten Rundfahrt durch die Insel - besser
noch nach dem Verlassen des Autos - eingestimmt, weil man sich diesem
Überangebot an sinnlichen Empfindungen einfach nicht
entziehen kann: das Bildschirm-gestresste Auge erholt sich auf
wundersame Weise und kann sich nicht sattsehen am Violett der
Lavendelfelder, am Tiefblau der Adria - ja die speziell für
Asthmatiker und unter Bronchitis Leidende kur-förderliche
unbelastete Luft läßt auch die Farbenpalette
der Nadelwälder, der Olivenhaine, der Weinplantagen, des
Heidekrauts, des Rosmarins, und ..und..zu einem
intensiven Erleben werden. Die Luft wiederum ist geschwängert
von Düften in einer derartigen Intensität, dass auch der
vorgeblich Unempfindliche diesem Sinnesrausch verfällt.
Dies macht für mich, wie für all diejenigen, die dieser
Insel bereits verfallen sind, die Seele und den Charme dieses
Eilandes aus: zunächst werden Sie ruhig, gar melancholisch, um
dann beim Betrachten eines Lavendelfeldes, den betörenden Duft
sinnlich empfindend, die Stirn gekühlt von einer frischen
Meeresbrise, womöglich mit etwas Gischt vermischt, neue Kraft in
sich zu verspüren: plötzlich scheint unglaubliche Energie
aus den vielen aufgetürmten Steinwällen auf Sie
überzuspringen; Sie atmen befreit, Sie spüren sich und eins
mit der Natur - ein womöglich verschüttetes Lebensgefühl
erfaßt Sie: hier bin ich Mensch ...
Wer hiervon nicht verzaubert wird, wird - nachträglich - seine
Ferien nicht als vertan ansehen, dafür war einfach für
jeden etwas geboten (im Ort und auf der Insel: HVAR, Jelsa - aber
auch Dubrovnik, Korcula, Split sind ja leicht erreichbar). Wer
aber vorab seinen eigenen Empfindungen nicht nachzugeben bereit ist,
sucht sich besser ein Feriendomizil in einer der "Action"-Centres,von
denen es - natürlich - an der kroatischen Küste (nicht
auf HVAR!) wie überall auch, mehr als genug gibt. Wer aber
die weite Reise ausschließlich auf sich nimmt, um sicher
heimischer Wetter-Unbill zu entfleuchen: dem... kann geholfen werden.
Das "Madeira der Adria" - wie die Insel Hvar
deswegen auch genannt wird - wartet mit der höchsten
Sonnenscheindauer und einem ganzjährig angenehmen
Klima auf. Hierzu, wie auch zu den verbliebenen Zeugnissen einer
2300 Jahren (!) langen Historie des Ortes können Sie sich auf
der Sucuraj-Homepage gerne informieren.
Wen es hingegen im Urlaub mehr nach flüssiger (Geistes-)Nahrung
dürstet, wird die Kunde schätzen, dass Hvar die
Insel mit den meisten Weinsorten ist, tradiert von den Römern
und gar Griechen, womit sich beim Verkosten (relativ) junger
Weine auch zugleich trefflich über alte
Anbaumethoden fachsimpeln läßt.
Wir sehen uns!
Seien Sie mir herzlich gegrüßt
Ihr sehr verbundener "Gastgeber in spe"
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